Der Forschungsschwerpunkt "Zentraljavanische Gamelan-Musik" befasst sich mit den musikalischen Gestaltungsprinzipien der als karawitan bezeichneten klassischen Musik Zentraljavas, die aus den Hofmusiktraditionen der dortigen kulturellen Zentren Surakarta (Solo) und Yogyakarta hervorgegangen ist. Unter anderem wurde dazu gemeinsam mit dem Institut 17 - Elektronische Musik und Akustik (IEM) ein Forschungsprojekt unter dem Titel "Virtual Gamelan Graz" durchgeführt, das von 2005-2007 vom Zukunftsfonds des Landes Steiermark gefördert wurde und Möglichkeiten der musikalischen und klanglichen Modellierung eines Gamelan-Orchesters erprobt hat. Im Rahmen des Projekts wurde auch ein internationales Symposium veranstaltet, an dem (von links nach rechts) Benjamin Brinner, Sophie Clark, Julian Rohrhuber, R. Anderson Sutton, Marc Perlman, Bernard Bel, Gerd Grupe und Rainer Schütz teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind 2008 als Band 22 der Grazer Beiträge zur Ethnomusikologiepubliziert worden. Die weitere Forschung von Gerd Grupe widmet sich vor allem dem als "garap" bezeichneten Konzept der Ausgestaltung bestimmter musikalischer Parts im Ensemble und deren Beziehung zu den notierten Fassungen der überlieferten Kompositionen.