Institutsensembles

  • Javanisches Gamelan

    Javanisches Gamelan

    Javanisches Gamelan verdankt seine große Beliebtheit im Westen u. a. der Tatsache, dass es eine flexible Ensemblemusik für Gruppen zwischen zehn und 25 Mitgliedern ist, und sich somit für Studiengruppen sehr gut eignet. Es bietet Anfängern einen interessanten Einstieg ohne große technische Hürden, hält für langfristig Interessierte aber auch unerschöpfliche Entfaltungsmöglichkeiten bereit. Beide Interessengruppen können gemeinsam in demselben Ensemble spielen, da unterschiedliche Instrumente sehr unterschiedliche Anforderungen an ihre SpielerInnen stellen. Die spezielle Form des Zusammenspiels, die spektakuläre Bauform, der ungewohnte Klang und die Stimmung der Instrumente halten für jeden aufgeschlossenen westlichen Musikinteressierten eine Vielzahl von neuen Erfahrungsmöglichkeiten bereit. Schließlich kann gemeinsames Musizieren auch zu einem Mittel der Begegnung mit Menschen aus fernen Kulturen werden, viele Ensembles haben Mitglieder sowohl aus Indonesien als auch aus Europa und können zu einem fruchtbaren Forum der Begegnung mit Künstlern aus Indonesien werden.
    Seit Anfang 2004 gibt es ein vollständiges Set von zentraljavanischen Gamelan-Instrumenten an der KUG. Die Instrumente wurden 1998 von dem renommierten Instrumentenbauer Bapak Tentrem Sarwanto aus Surakarta (Java) hergestellt. Der zentraljavanischen Tradition entsprechend trägt das Gamelan-Set einen Namen, und zwar Sekar Rasa Tentrem. Es besteht aus zwei Hälften, einer fünfstufig und einer siebenstufig gestimmten, und umfasst über die Normalbesetzung hinaus weitere Instrumente, die in einem üblichen Gamelan nicht anzutreffen sind. Hier eine kleine Auswahl des vorhandenen Instrumentariums.

    Das Gamelan-Set wird regelmäßig in Lehrveranstaltungen eingesetzt, darunter im Rahmen des Bachelorstudiums Musikologie (Musikalisches Praktikum Gamelan, Vorlesung mit Übung Theorie und Praxis nicht-westlicher Musik). Darüber hinaus gibt es ein KUG-Gamelan-Ensemble, das regelmäßig probt und bereits einige Gesprächskonzerte und andere Auftritte absolviert hat. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

    Kontakt: Gerd Grupe

  • Balinesisches Gamelan

    Balinesisches Gamelan

    Das gamelan beleganjur ensemble der KUG trägt den Namen ‚Balagita‘, frei übersetzt ‚Klangkrieger‘.

    Das gamelan beleganjur ist ein Musikensemble aus Bali, gespielt von 20-30 Spielern. Die Instrumente bestehen aus Gongs, Buckelgongs verschiedener Größe, Trommeln und Becken.
    Das beleganjur ist ein Prozessions-Gamelan; laut, wild und rhythmisch. Während des Spiels kann die Gruppe sich bewegen, alle Instrumente werden jeweils von den Spielenden selbst getragen. Prozessionsn können beispielsweise zu Tempelfesten, Verbrennungszeremonien oder Neujahrsfesten stattfinden.

    In den letzten Jahrzehnten hat sich noch eine andere Form des beleganjur entwickelt, die sogenannten /kreasi baru/, moderne Kompositionen, die extra für Aufführungen oder Wettbewerbe kreiert werden. Im gamelan beleganjur Balagita werden sowohl die klassische Prozessionsmusik wie auch neue, moderne Kompositionen gespielt.

    Im gamelan beleganjur ist zwar eine Hierarchie der Instrumente erkennbar, das bedeutet jedoch nicht, dass manche Instrumente oder gar ihre Spieler_innen wichtiger sind als andere. Nur, wenn alle gemeinsam und mit der Gruppe abgestimmt spielen, entsteht gute Musik. Alle Mitglieder und Instrumente im Ensemble sind gleichwertig, lediglich ihre Funktionen im Zusammenspiel sind unterschiedlich.

    Derzeit probt Balagita immer donnerstags, 18.30 im gamelan Raum 141 der Reiterkaserne. Neue Mitspieler_innen sind immer gerne gesehen!

    Kontakt: Kendra Stepputat

  • Amadinda-Xylophonmusik aus Uganda

    Amadinda-Xylophonmusik aus Uganda

    Die amadinda ist ein sogenanntes Holmxylophon, bei dem 12 hölzerne Klangplatten lose auf zwei Querholmen ruhen. Drei MusikerInnen spielen am selben Instrument in hohem Tempo zyklische Figuren in einem Verzahnungsverfahren (Interlocking), das zu ungewöhnlichen psychoakustischen Phänomenen führt. Das Repertoire umfasst ca. 50 Kompositionen aus der traditionellen Hofmusik des ehemaligen Königreichs von buGanda (heute Teil des Staates Uganda).

    Kontakt: Gerd Grupe

  • Mexikanische Marimba

    Mexikanische Marimba

    Einst mit afrikanischen Sklaven nach Lateinamerika gekommen, spielt heute die Marimba in der traditionellen Musik zehn lateinamerikanischer Länder eine bedeutende Rolle, doch für keine Region ist das Instrument derart emblematisch wie für den Bundesstaat Chiapas in Mexiko.

    Seit 2008 gibt es am Institut für Ethnomusikologie ein Marimba-Ensemble, das sich mit mexikanischer Musik beschäftigt. Im Rahmen der Studienrichtung Musikologie kann mexikanische Marimba als musikalisches Praktikum gewählt werden, das Ensemble steht darüber hinaus jedoch auch anderen Interessierten offen. Es gibt ein Anfänger-Ensemble und eine Fortgeschrittenen-Gruppe. Mit letzterer fanden in der Vergangenheit mehrfach - teils in Graz, teils in Chiapas - Intensiv-Workshops mit mexikanischen Marimbistas statt.

    Kontakt: Daniel Fuchsberger

  • Meet4Music

    Meet4Music

    Die Lehrveranstaltung Meet4Music steigert sich von Semester zu Semester. Die Studierenden können neue Erfahrungen mit Musik, Rhythmus und Theater machen und profitieren von den vielfältigen Angeboten der Vortragenden. Dadurch, dass jede und jeder ohne Anmeldung an Meet4Music teilnehmen kann, egal welches Alter und Geschlecht, welche Nationalität und welche Vorkenntnisse man hat, ist die Gruppe sehr heterogen gestaltet. Das bewirkt, dass es nie langweilig wird und am Ende einer Übung immer andere Ergebnisse herauskommen werden, egal wie oft man das Gleiche oder etwas Ähnliches schon mal gemacht hat. Außerdem bietet Meet4Music TeilnehmerInnen und Studierenden Raum für Kreativität und individuelle Ideen umzusetzen. So entsteht in jeder Einheit gute Stimmung und spürbare Freude am Musizieren.

    Diese Lehrveranstaltung ist praxisbezogen! Die Studierenden haben die Möglichkeit, in einer 15-minütigen Einheit selbst die Gruppe mit einem eigenen Konzept anzuleiten. (Hilfestellung wird im Vorfeld von den WorkshopleiterInnen gegeben). Um über jene Einheiten zu reflektieren, ist der Videomitschnitt sehr hilfreich – ebenso wie das Peer-Feedback in den Reflexionsrunden am Ende jeder Einheit. Die Studierenden können sich mit den Workshops hierdurch kritisch auseinandersetzen,  ihre Meinungen und Gedanken äußern sowie die Workshops dadurch auch mitgestalten.

    Insgesamt lernen die Studierenden bei der Lehrveranstaltung Meet4Music: Zusammenarbeit mit anderen, Vorbereitungsarbeiten auf eine Einheit, Selbstbewusstsein im Auftreten, Arbeiten mit nicht-Musikern, Musikalisches einfach erklären, Flexibilität, nonverbale Kommunikation, musikalische Ideen klar ausdrücken, Offenheit gegenüber Unbekanntem/Neuem, Kreativität, mit heterogenen Gruppen umzugehen.