Mattia Scassellati

Mein Weg zur Ethnomusikologie begann durch Zufall und auf eher unkonventionelle Weise. Im Mittelpunkt meiner Interessen standen anfangs lateinamerikanische Geschichte und –Fußball. Ich konnte nichts weniger ahnen, als dass Argentinien und Tango mein Forschungsgegenstand werden würde. Im Laufe der Zeit begann ich als gebürtiger Italiener jedoch bald, spannende Parallelen zu meiner eigenen Kultur zu erkennen, die schließlich das Hauptthema meiner Masterarbeit wurden und mich aktuell in meinem Dissertationsprojekt über Tango zwischen Argentinien und Italien begleiten.

Ethnomusikologie ist für mich ein interessanter und bereichernder Weg, umunterschiedliche Kulturen und deren Musik-(und zum Teil auch Tanz-)Realitäten kennenzulernen und mein Verständnis dafür konstant zu vertiefen. Darüber hinaus ermöglicht mir der multi-und interdisziplinäre Ansatz, gleichzeitig meinen Interessen für andere Fachgebiete nachgehen und konkret anwenden zu können. Besonders gefällt mir jedoch, dass die immer wieder neuen und interessanten Denkansätze sowie die dynamische Arbeitsweise, welche Musik und Mensch vereinen, EthnomusikologInnen auch abseits der Universität bereichern.

Also, von Fußball zu Tango und zur Ethnomusikologie? Tatsächlich! Schließlich hieß nicht umsonst sogar der offizielle Ball der 1978 in Argentinien ausgetragenen Fußball-WM „Tango“...;-) Denkanstöße, wie das Interesse für dieses Fach gefördert werden kann, obwohl der Startpunkt weit davon entfernt zu liegen scheint, möchte ich gerne weitergeben.


Lebenslauf